Antsiranana (Diego Suarez) ist eine Stadt mit einer ganz eigenen, rauen Eleganz, die maßgeblich durch ihre Geschichte als strategisch bedeutender Marinestützpunkt und ihr französisches Erbe geprägt wurde. Das Stadtbild ist ein faszinierendes Sammelsurium: Breite Boulevards, die einst prachtvolle koloniale Verwaltungsbauten säumten, treffen heute auf lebhafte, staubige Märkte und eine entspannte, fast mediterrane Lebensart, die perfekt in die heiße Umgebung des tropischen Nordens passt. Die Stadt strahlt eine gewisse Melancholie aus, besonders wenn man durch die verwinkelten Gassen schlendert, in denen sich die Zeit seit der Unabhängigkeit vielerorts langsamer zu bewegen scheint. In den Cafés und kleinen Restaurants am Hafen spürt man noch immer den Geist vergangener Seefahrer-Tage, während die Stadt heute vor allem als Ausgangspunkt für die atemberaubende Natur der Umgebung dient.
Die „drei Buchten“, die sich südöstlich der Stadt erstrecken, sind das absolute Juwel für jeden Strandliebhaber und bieten jeweils eine ganz eigene Kulisse für unvergessliche Tage am Indischen Ozean:
Die Baie de Sakalava ist die bekannteste der drei und ein echtes Mekka für Wind- und Kitesurfer. Durch ihre offene Lage fängt sie die beständigen Winde perfekt ein, was sie zu einem belebten Ort macht, an dem die Farben des Meeres und der Himmel voller bunter Segel ein dynamisches Bild ergeben.
Die Baie des Dunes besticht durch ihren feinen, hellen Sand und ihre sanfte, ruhige Brandung. Sie ist der ideale Ort, um dem Wind zu entkommen und das glasklare, türkisfarbene Wasser in einer fast privaten, friedlichen Umgebung zu genießen, die von sanften Dünen geschützt wird.
Die Baie des Pigeons ist die wohl idyllischste und am wenigsten besuchte der drei Buchten. Sie liegt malerisch geschützt und bietet eine intime Atmosphäre – der perfekte Ort für Reisende, die absolute Abgeschiedenheit suchen und die unberührte Natur Madagaskars in aller Stille auf sich wirken lassen wollen.