
Highlight
Keetmanshoop Region
Köcherbaumwald, Spielplatz der Riesen und idealer Zwischenstopp




Keetmanshoop ist die Hauptstadt der ǁKaras-Region und gilt als inoffizielle Hauptstadt des Südens. Die Stadt liegt auf rund 1.000 Metern Höhe an der B1 zwischen Windhoek und Südafrika und ist ein wichtiger Zwischenstopp für Reisende. Von Windhoek erreicht man sie nach etwa vier Stunden Fahrt über rund 500 Kilometer. Für sich genommen ist der Ort eher Versorgungsstation, doch er ist das Tor zu einigen der eindrucksvollsten Landschaften Südnamibias.
Das bekannteste Ziel ist der Köcherbaumwald rund 15 Kilometer östlich der Stadt. Der Köcherbaum ist botanisch gesehen kein Baum, sondern eine Aloe-Art. Er kann bis zu neun Meter hoch werden und speichert Wasser in seinem dicken Stamm, wodurch er lange Trockenphasen übersteht. Seinen Namen verdankt er den San, die aus den hohlen Ästen Köcher für ihre Pfeile fertigten. Das geschützte Gebiet umfasst etwa 200 Exemplare auf zwei Hektar. Besonders beliebt bei Fotografen sind Sonnenuntergang und Sternenhimmel, da es hier kaum Lichtverschmutzung gibt.
Nur wenige Kilometer weiter liegt der Giant’s Playground, ein Gelände voller gewaltiger Doleritblöcke, die aussehen, als hätten Riesen sie absichtlich aufeinandergestapelt. Die Felsen sind zwischen 160 und 180 Millionen Jahre alt. Der Eintritt zum Köcherbaumwald schließt den Giant’s Playground ein.
Weitere Ziele in der Umgebung sind der Brukkaros-Berg, der übrigens kein erloschener Vulkan ist, sondern Überrest einer Gasexplosion, sowie der Naute-Damm rund 50 Kilometer südwestlich, Namibias drittgrößtes Wasserreservoir.
