
Highlight
Thyolo Mulanje Region
Höchster Berg Malawis, tropische Wälder und jede Menge Tee






Zwischen Blantyre und dem Mount Mulanje liegt Thyolo (gesprochen „Cho’lo“), eine der malerischsten Regionen Malawis. Hier prägen sanfte Hügel und penibel gepflegte Tee- und Kaffeeplantagen die Landschaft. Das Gebiet bildet das Herz des malawischen Teeanbaus und beherbergt einige der ältesten Plantagen des Landes. Die Tradition reicht weit zurück: 1891 begann man in Malawi mit dem Teeanbau, und einige Pflanzen in Thyolo und Mulanje aus dieser Zeit gelten als die ältesten auf dem Kontinent. Die Teefelder liegen im Schatten des Mount Mulanje, der mit rund 3.000 Metern der höchste Berg des Landes ist, vor Ort „Insel im Himmel“ genannt wird und das Mikroklima der Region beeinflusst.
Das wohl bekannteste Anwesen ist die Satemwa Tea Estate, die 1923 vom schottischen Einwanderer Maclean Kay gegründet wurde und heute als letzte der ursprünglichen Gründungsplantagen der malawischen Teeindustrie gilt. Das Gut ist noch immer familiengeführt, und die ordentlichen Reihen der Teesträucher mit dem Mulanje im Hintergrund haben sich über Generationen kaum verändert. Besucher können dort an Teeverkostungen teilnehmen und mehr über die Geschichte des Anbaus erfahren. Übernachten lässt sich im Huntingdon House, dem früheren Wohnhaus des Gründers, das heute als Boutique-Gästehaus mit fünf individuell eingerichteten Zimmern geführt wird und von Gärten mit altem Baumbestand umgeben ist. Von hier genießt man Ausblicke auf den Mount Mulanje und das untere Shire-Tal.
Thyolo eignet sich hervorragend für aktive Tage: Zur Auswahl stehen Wanderungen durch Teeplantagen, tropische Wälder und Hügel, Mountainbiking auf dem Gelände, Vogelbeobachtung und geführte Wildwanderungen. Auch der Zugang zum Lake Bvumbwe gehört zum Angebot. Für Vogelfreunde bieten Experten geführte Touren in die Wälder an, wo man unter Wasserfällen stehen kann, die den Mulanje hinabstürzen.
Der Mount Mulanje selbst ist der Höhepunkt für Bergfreunde. Von Thyolo aus ist er gut erreichbar, und geführte Wanderungen starten in den Chambe-Hütten. Die Teeplantagen haben zugleich große wirtschaftliche Bedeutung: Sie sind der größte Arbeitgeber der beiden Distrikte, und tausende Kleinbauern bewirtschaften Teile des Landes.
