
Highlight
Zomba Plateau Region
Shire Highlands, Williams & Thuchila Wasserfälle und der Lake Chilwa






Das Zomba Plateau, auch Zomba-Massiv genannt, gehört zu den Shire Highlands im Süden Malawis. Es hat eine Fläche von rund 130 km² und erreicht mit 2.087 Metern seinen höchsten Punkt. Das Plateau thront dramatisch über der Landschaft und bietet einige der schönsten Ausblicke des Landes. Es ist von Wasserfällen (Williams Falls), üppiger Vegetation, Bächen und Seen geprägt, die sich auf Fahrten über die Hochfläche oder zu Fuß erkunden lassen. Zomba gilt als Malawis ältestes Waldschutzgebiet, und die kühle Höhenluft verschafft eine willkommene Pause von der Hitze des Tieflands. Große Teile des Plateaus sind mit Kiefernplantagen bedeckt, daneben haben sich kleine Flecken ursprünglichen Bergwalds und Miombo-Waldes erhalten.
Als wichtigste Touristenattraktion der Region bietet das Plateau Wandern, Klettern, Angeln und Mountainbiken, und eine asphaltierte Straße führt von der Stadt Zomba hinauf. Zu den landschaftlichen Höhepunkten zählen die Thuchila-Wasserfälle, die man über einen Wanderweg erreicht, und das Malosa-Escarpment mit dramatischen Felswänden und weiten Ausblicken. Wer es gemütlicher mag, kann bei den Plateau Stables reiten oder an den Flüssen und Stauseen angeln. Auch Vogelfreunde kommen auf ihre Kosten: Zu den möglichen Sichtungen zählen Augurbussard, Schopfadler, Gebirgsstelze und der Bertram-Weber, mit etwas Glück sogar ein Leopard.
Zum Übernachten bieten sich Unterkünfte direkt auf dem Plateau an, etwa das Ku Chawe Inn rund 900 Meter oberhalb der Stadt Zomba, das für seine Ruhe und das gemäßigte Klima bekannt ist, oder die Zomba Forest Lodge, ein kleines, familiengeführtes Gästehaus mit Selbstversorger-Charme, guter Küche und tollen Wandermöglichkeiten.
Am Fuß des Plateaus liegt die Stadt Zomba, die bis 1975 Hauptstadt Malawis war und mit ihren Kolonialbauten verblasste Pracht ausstrahlt. Dort lohnt ein Besuch des quirligen Marktes mit lokalen Produkten, und auch der Zomba Golf Club ist ein schönes Relikt aus der Kolonialzeit. Wer noch Zeit hat, kann einen Abstecher zum Lake Chilwa im Osten des Distrikts machen. Malawis zweitgrößter See liegt an der Grenze zu Mosambik und wird von geschützten Feuchtgebieten mit großem Vogel- und Fischreichtum umgeben.
